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3. Spieltag Herren AK30 II in Varmert

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Varmert. Was soll ich sagen. Die Wiese schon mal gespielt? Da kann alles passieren. Beim Vorspielen wurde schnell klar, dass es dieser Platz richtig in sich haben konnte. Schräglagen, hoch und runter, Wasser, Bäume, Doglegs,… eben alles was ein vernünftiger Golfplatz braucht. Nur in schwierig. Warum nicht mal gutes Golf spielen? Wir waren vor dem Spieltag Vierter und traten mit stolzer Brust auf Bahn 1 an. Sofort ein Loch das es in sich hatte.

Oliver spielte als erster von uns. Björn und ich gaben ihm das Selbstvertrauen was er brauchte und schauten uns seinen Start an.  Olli nagelte den Ball sehenswert in das Dogleg rein. Leider standen da auch einige mächtige Bäume im Weg. Klock ! Keine Ahnung ob der zu finden war. Der erste provisorische Ball verschwand direkt im Wald gegenüber. Definitiv weg. Vielleicht lag es auch daran, dass sein Eisen 5 nicht im Bag war, also zumindest nicht am Stück, denn auf der Range flog der Schlägerkopf bis zu 60 Meter weit. Gut gelaunt schoss Oliver dann den dritten Ball aufs Fairway. Jetzt hieß es Daumen drücken, dass er den ersten wiederfindet.

Die Zuversicht hier locker das Fairway zu spalten, wuchs nicht gerade. Lieber nochmal auffe Range bevor ich dran war. Die Nervosität stieg dann am Abschlag, das Liga Feeling war jetzt voll da. Thommy und Björn und gefühlt 20 andere guckten sich meinen Abschlag an. Mit etwas Glück flog der Ball irgendwie ums Dogleg rum. Sicher. Als ich dann noch meinen zweiten Schlag 10 Meter vors Grün spielte, war der Traum einmal nicht mit einem schlechter als Bogeyloch zu starten zum Greifen nahe, zumal Martin Strauch uns ja wertvolle Tipps rund um die Grüns mitgegeben hatte. Mein Chip oder Pitch oder was das auch immer war, flog ganze fünf Meter und ich durfte es nochmal versuchen. Mit dem Willen noch das PAR zu spielen, schrieb ich am Ende eine sechs auf. Doppelbogey. Mist. Ligafeeling. Irgendwie hab ich heute zu defensiv/ängstlich gespielt, weil ich die Schläge zusammen halten wollte. Drei Doppelbogeys auf den letzten vier Löcher trieben die Zahlen nochmal nach oben und ich notierte eine 94. Naja. Mein Highlight war im Rückschwung im Baum hängen zu bleiben, den Schlag aber trotzdem auszuführen. Das können nur ganz wenige. Ich auf jeden Fall nicht. Gehirn kurz ausgesetzt und einen Abbruch des Schwunges verweigert. Kannste nix machen. Ligafeeling.

Auf der Terrasse saßen Olli, Thomas Paul und Frank. Olli hatte seinen Ball auf der 1 übrigens gefunden, wenn auch im Wassergraben. Eine 93. Auch er bemängelte sein defensives Spiel. Thomas wusste nicht so recht was los war. Trotz einiger Pars sprang am Ende eine 99 raus. Da die Konkurrenz in unseren Flights genauso Federn gelassen hatte, konnte er noch gut gelaunt dreinschauen. Frank, der sich auf Ameland noch deutlich unterspielte, knallte heute eine 90 raus. Souveräne Vorstellung. Als Björn dann die Terrasse betrat, wurde seine 85 mit Begeisterung am Tisch gefeiert. Er liefert eben. Ligafeeling treibt ihn immer zu Höchstleistungen. Guter Mann.

Nachdem wir alle schon gegessen und gefachsimpelt hatten, warteten wir ungeduldig auf Thommy Neuhaus. Björn hatte schon am Tisch erzählt, dass er Thommy auf der Runde noch mit Bällen versorgte. Das sah nicht gut aus. Wo blieb der nur? Dann kam er. Kreidebleich. 106. Streicher. Aber noch Bälle im Bag. Schwacher Trost. Beim nächsten Spieltag in Oberberg wird er wieder liefern. So oder so.

Die Ergebnisse wurden verkündet. Vierter Platz. Sowohl in der Tages- als auch in der Gesamtwertung. Wir konnten unseren Vorsprung zum Abstiegsplatz auf 50 Schläge erhöhen. Das liest sich schon mal ganz gut.

Am 11.09 gehts schon weiter. Golfclub Oberberg, wir kommen.

Marc Hollmann

 

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