Club-Nachrichten

Bericht Herren AK30 II in Frielinghausen

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Unbedingt Vorspielen, so sagte es uns Michael, der früh in der Woche auf der Wiese war. Er berichtete von Höhenunterschieden, wo man lieber Steigbügel einpacken sollte. Vielleicht um auch nicht vom Matsch runtergezogen zu werden. Also ein richtig schöner hoch und runter Platz. War uns aber egal, wir hatten den Klassenerhalt schon beim Heimspiel unter Dach und Fach gebracht. Mit über 100 Schlägen Vorsprung konnte da wohl nichts mehr anbrennen. Aber natürlich spielten wir vor, also Thommy nicht, aber der kann ja solche Wiesen. Beim Vorspielen zeigte sich schon, dass hier viel möglich war. Der Herbst ließ schön die Blätter von den Bäumen fallen, jeder etwas vom Fairway abgekommene Ball musste auch erst einmal gefunden werden. Der E-Trolley erwies sich als treuer Begleiter, die Pumpe ging bei den Anstiegen nicht zu knapp. Tiefer Boden und immer noch leicht gelöcherte Grüns ließen auf ne spannende Runde warten.

Am Spieltag war die Truppe motiviert einen sauberen Saisonabschluss hinzulegen. Thomas und Olli starteten bereits mit ihren Flights, als Thommy zur Range kam. Er ließ sich noch eben den Platz erklären, ballerte noch kurz 20 Bälle weg, um dann schnell zum Abschlag zu gehen. Souverän knallte er die Kugel über das Wasserhindernis, welches sich immerhin 100 Meter weit streckte. Der Flightpartner von Thommy schaffte seinen Drive nicht. Wasser. Da ich als nächster Flight von uns dran war, fragte ich mich erst einmal, ob ich das schaffen würde. Jan und Michael waren zugegen als ich zwischen den gelben Pfosten am Abschlag stand. Jetzt schön den Captain raushängen lassen und zeigen wie man diese Wiese spielt, bloß nicht die Nervosität anmerken lassen. Etwas flach, aber dennoch in die richtige Richtung platzierte ich meinen ersten Drive aufs Fairway. Fühlte sich gar nicht so schlecht an. Im Gegensatz zu der Steigung, die bis zu Grün der eins auf mich wartete. Falscher Zeitpunkt um sich jetzt ne Zigarette anzuzünden, ich brauchte jeden Atemzug. Doppelbogey stand letztendlich auf der Scorekarte. Wie immer. Es folgten einige Bogeys und ein Par. Ging doch. Aber ein Double- und einem Triplebogey erdete sehr schnell wieder die aufsteigende Form. Ab Loch neun lief es dann wieder, drei Pärchen in Folge ließen wieder die Hoffnung aufkommen, dass heute doch noch nen einigermaßen brauchbares Ergebnis raus kommen könnte. Das Doppelbogey auf dem längsten Par 5 ließ mich kalt, da ein leichter Putt verschonen wurde. Dann wieder Par, alles gut. Ich war voll auf Kurs. Dann kam die 14. Links aus, rechts Bäume. Ein Fairway was natürlich nach links abfiel. Dazu noch die steilste Bahn des Platzes. Voller Zuversicht ging ich an den Abschlag. Ich hatte ja die Ehre, klar, ich war ja gut drauf. Mein Drive hatte eine gute Höhe, vielleicht ein wenig zu hoch, aber das war gar nicht so schlimm, wenn der Ball nicht in einem fast 90 Grad Winkel links in die Karpaten geflogen wäre. Locker 80 Meter im Aus. Erst mal wieder hinten anstellen und zugucken wie meine Flightpartner die Kugel auf die Bahn brachten. Mein nächster Schlag musste es also sein, leicht angespannt spielte ich wieder den Driver und toppte den vorherigen Ball noch mal um locker 20 Meter mehr Länge. Nur leider wieder in die gleiche Richtung. Konstanz ist mein Ding. Dort lagen bestimmt noch nie irgendwelche Golfbälle. So schlecht konnte man gar nicht spielen. Um meinen dann fünften Ball ins Spiel zu bringen, entschied ich mich für einen Schlägerwechsel. Holz 5. Alles richtig gemacht. Kerzengerade flog die Murmel Richtung Fairway.  Nur leider haute ich so dermaßen in den Boden, dass ich 10 Meter später wieder schlagen durfte. Ne Lady.  Klar warum nicht, wenn’s denn mal läuft. Mit ner 10 schloss ich das Par 4 ab. Übel. Davon erholte ich mich dann auch nicht mehr. Zwar richtete ich keinen weiteren Schaden an, also wenn man mal von einem zwanzig cm Putt absieht, den ich verschoben hatte, so kam am Ende eine 95 raus. Nicht zufriedenstellend. Aber die Laune stieg sofort wieder als ich zum Fröndenberger Tisch kam. Olli spielte eine sehr gute 87, wenn auch ihm nicht alles gelang. Immerhin spielte er drei Birdies und sicherte somit unser bestes Ergebnis. Thomas spielte eine 96, vier schlechte Löcher sorgten für die für ihn zu hohe Score. Mangel an Trainingszeiten, was willste machen. Thommy spielte eine 89. Endlich mal ein ansehnliches Ergebnis in den Bergen. Und das auch noch mit ner 10 aufm Par 5. Starke Leistung. Dann kam Jan auf die Terrasse auf der wir uns allesamt gut bewirtet fühlten. Er machte den Streicher mit einer 104. Die Erklärung dieser vielen Schläge hätte ein eigenes Buch verdient gehabt. So ließ er uns zum Beispiel Schlag für Schlag an seiner Elf auf einem Par 3 teilhaben. Selten so gelacht. Schön, dass er dieses Jahr debütiert hat bei uns. Als letztes kam Michael zum Tisch und lieferte ne 88 ab. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten konnte er mit einer 40 auf den Backnine seine Score noch zusammenhalten. Auf die Ak50er ist immer Verlass.

In der Tageswertung wurden wir heute vierter und bauten unseren Vorsprung auf die Abstiegsplätze weiter aus. Der Klassenerhalt wurde somit mehr als verdient gesichert. Wahnsinn. Wer hätte dies vor der Saison für möglich gehalten.

Wir freuen uns schon auf die nächste Saison und vor allem auf die Zusammenstellung unserer Gruppe. Mal sehen was dann so möglich ist. Es wird schwer genug. Aber wir sind ja Unna Fröndenberg, der geilste Club der Welt.

 

Marc Hollmann

 

 

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